Am westliche Rand der Ortslage angesiedeltes Wohnhaus, das in der abschüssigen Lahnstraße in einer engen Biegung eine Torsituation erzeugt. Als Rähmbau verfügt es über einen umlaufenden Geschossversatz, an dem die Obergeschossschwelle durch einen Klötzchenfries verziert ist. Das zur Hofseite hin ebenerdig erschlossene Haus steht wegen des Geländeabfalls zur Lahnaue hin an der rückseitgen Traufe auf hohem Sockel, in dem im hinteren Bereich ein gewölbter Keller untergebracht ist. Von starker Wirkung in der Sichtachse der Straße sind die Fachwerkverstrebungen aus breitstehenden Mannfiguren mit teilweise gebogenen Streben, die eine Datierung in die zweite Hälfte des 17. Jhs. nahelegen.
Giebelständiges Wohnhaus, das als Teil eines inzwischen zu Wohnzwecken umgenutzten Hakenhofes an einer Engstelle der Lahnstraße platziert ist. Das gleichmäßig durch fünf Fensterachsen gegliederte Rähmfachwerk ist durch konvergierende Streben ausgesteift, die Bauzeit ist inschriftlich mit 1888 festgehalten. Typisch für diese Zeit sind die Andreaskreuze in den Brüstungsfeldern und das Ziergespärre am straßenseitigen Giebel. Der Bau nimmt in der Sichtachse der Lahnstraße wegen seiner dichten Anordnung an der Straße eine besondere Stellung ein.
Kleine Dreiseithofanlage, die den Abschluß für die Straße "Am Berg" bildet, die hier in platzartiger Aufweitung als Sackgasse vor dem Böschungsabfall in die Lahnaue endet. Das Wohnhaus ist ohne Sockel in konstruktivem Fachwerk errichtet, links schließt sich aus etwa der gleichen Bauzeit am Ende des 19. Jhs. direkt die querstehende Scheune und ein Stallgebäude an, das mit einem Pultdach versehen ist. Im Hintergrund des Grundstücks befindet sich noch ein kleines Hirtenhaus, das als seltenes Relikt an den früher in jeder Gemeinde anzutreffenden Hirten erinnert. Der Bau, der im 19. Jh. errichtet wurde, ist mit handgestrichenen Biberschwanzziegeln gedeckt, neben dem Eingang ist giebelseitig ein noch kleinerer Anbau angefügt.
Im nördlichen Ortsteil zentral angesiedelte Hofanlage, die von der Platzaufweitung der Straße aus durch zwei dicht gegenüberstehende Wirtschaftsgebäude erschlossen wird. Als Wohnhaus hinten im Hof querstehend ein nahezu ebenerdig zugänglicher, wohl noch aus dem 17. Jh. stammender Fachwerkbau, dessen Ursprung in Ständerkonstruktion errichtet ist. Links befindet sich ein auf verschiedene Eigentümer aufgeteiltes Stallgebäude, daran schließt sich nach Norden giebelseitig die Scheune an. Über ihrem Tor die Inschrift: " Diese Scheuer ist erbaut durch Johan Henrich sie mit der Hilfe Gotes und desen Ehefrau geborene ... wer im Sommer fleißig samlet der erndet Segen Gottes, wer aber in der Ernte schlender ... der wer mein ... von Argenstein aufgeschlagen, den 29.Juni 1824".
In mehreren Bauphasen errichtetes Wohnhaus als Teil einer Dreiseithofanlage. Der verdreht im Straßenraum und zu dem benachbarten Wirtschaftsgebäude angeordnete Bau im Kern ein Fachwerkrähmbau der Mitte des 18. Jhs., der den Straßenverlauf zum nördlich des Ortes angesiedelten Friedhof markiert und einengt. An der rechten Giebelseite ist die durch Mannfiguren und einen profilierten Geschossversatz ausgestattete Fachwerkkonstruktion zu erkennen. Als Besonderheit hat sich an der Außentreppe eine sandsteinerne, achtseitige Podeststütze mit Basis und Kapitell erhalten. Die als Kopfbau der Straße Sonnbach fungierende Scheune im Obergeschoss inzwischen abgetragen, das Stallgebäude über dem Bruchsteinerdgeschoss in ortsüblich hellem Ziegelmauerwerk zu Beginn des 20. Jhs. errichtet. Der sorgfältig gemauerte Bau durch Fenster- und Türeinfassungen aus Sandstein geschmückt.
In der Mitte des 20. Jhs. entstandenes Backhaus, das am linken Zwester Ohm-Ufer gelegen die beiden deutlich von einander getrennten Ortsteile von Erbenhausen etwa auf halbem Wege miteinander verbindet und daher von großer ortsgeschichtlicher und städtebaulicher Bedeutung ist. Auf einem Bruchsteinsockel sind die Wände in Ziegelstein aufgeführt, der giebelseitige Anbau in Fachwerk diente ehemals als Gemeinde-Viehwaage und ist heute Lagerfläche für das Brennholz des Backofens. Durch die Anhebung des Terrains im Zusammenhang mit dem Ausbau der L 3048 ist der traufseitige Eingang heute in das Gelände eingetieft und von einer Mauer gefasst.
Zwischen den beiden deutlich voneinander getrennten Ortsteilen stellt die noch weitgehend original erhaltene Brücke über die Zwester Ohm die einzige Verbindung dar. Die Bogenkonstruktion aus Sandstein ist durch sorgfältig gesetzte, keilförmige Stirnsteine so angelegt, dass die waagerechten Steinformate genau in den Fugenschnitt passen. Somit ist ein gutes Einbinden der Bogensteine in das übrige Mauerwerk gewährleistet. Die Brüstungen sind aus zwei Schichten mächtiger länglicher Quader hergestellt, von denen die oberen einen leicht gebogenen Abschluss zur Ableitung des Regenwassers erhalten haben. Als selten gewordenes technisches Bauwerk stellt die im 19. Jh. errichtete Brücke in Zusammenhang mit der naturnahen Uferausbildung der Zwester Ohm ein wichtiges ortsbildprägendes Element dar.
Vierseitige Hofanlage, deren traufständiges Wohnhaus als Kopfbau in der Sichtachse der Zwester-Ohm-Straße fungiert und somit von besonderer Bedeutung für das Ortsbild ist. Der Fachwerkbau weist in seinem Rähmfachwerk und den zahlreichen mit gebogenen Streben ausgestatteten dekorativen Mannfiguren auf eine Bauzeit im 1. Drittel des 18. Jhs. hin, auf der rückseitigen Traufe ist noch der halb im Fachwerk liegende Kellerzugang erhalten. Das Erdgeschoss des ehemaligen Ernhauses ist inzwischen teilweise massiv erneuert. Die Wirtschaftsgebäude stammen aus dem 19. Jh.
An einer Wegeeinmündung gelegener Dreiseithof, der zur Straße durch eine neuere gemauerte Einfriedung befgrenzt wird. Das wohl in mehreren Bauphasen entstandnen Wohnhaus erhebt sich über einem sauber gearbeiteten Werksteinsockel, der im Bereich der Fachwerkschwelle leicht zurückgesetzt ist, die Erschließung erfolgt über eine zweiläufige Treppe. Das Fachwerkgefüge ist an den Traufseiten mit leichtem Überstand und einem Klötzchenfries versehen. Eine breitstehende Mannfigur weist auf eine Entstehung um die Mitte des 18. Jhs. Das Scheunengebäude rechts in sorgfältiger Bauweise mit Ziegelausmauerung und sehr enger Stützenstellung, inschriftlich datiert 1911. Neben seinem baugeschichtlichen Wert ist der Hof auch wegen seiner besonderen städtebaulichen Stellung von Bedeutung.
Vierseithof mit giebelständigem Wohnhaus, das in seinem Kern noch in der ersten Hälfte des 18. Jhs. errichtet ist. Das Erdgeschoss inzwischen massiv erneuert, im Obergeschoss findet sich eine Rähmkonstruktion mit breitgestellten, leicht gebogenen Streben, die insbesondere am Straßengiebel zu dekorativen Mannfiguren verarbeitet sind. Der hintere Teil des Wohnhauses ist in einer zweiten Bauphase während des 18. Jhs. entstanden. Von besonderer städtebaulicher Bedeutung der kleine traufständige Wirtschaftsbau ebenfalls aus dem 18. Jh., der die Straßenfront des Hofes im linken Bereich abschließt. Nach der Überlieferung befand sich im Obergeschoss eine winzige Wirtsstube, die vom Haupthaus erschlossen war. Neben den reich ausgebildeten Mannfiguren ist an der rückwärtigen Traufe eine auf Knaggen ruhende Auskragung beachtenswert. Auf dem kleinen Bau hat sich eine Dachdeckung mit handgestrichenen Biberschwänzen erhalten. Auf der rechten Seite des Hofes ein langgestrecktes Stallgebäude des frühen 20. Jhs., dessen Erdgeschoss mit handwerklicher Sorgfalt in zweifarbigem Ziegelmauerwerk erbaut ist.